Zum Inhalt springen
raumwind.at
  • Home
  • LOGBUCH
    • AKTUELLER BLOG
    • WELTUMSEGELUNG 2010-2017
    • STANDORT
  • Über uns
    • BABSI & CHRISTOPH
    • SETNA
      • Technische Daten
      • Ausrüstung
      • Bilder
  • BLAUWASSERSEGELN
    • Rezepte
    • Tipps
  • INFO
    • KONTAKT
    • IMPRESSUM & DATENSCHUTZ
    • Links
Irland

So. 24.05.2026 – wir sind in Irland

Wir haben es nicht so eilig aus Porto wegzukommen, denn der Südwind soll noch zirka 4-5 Tage stabil bleiben und da sind wir dann bereits aus der kritischen Zone raus. Nachdem wir noch genüsslich duschen waren, uns verabschiedet und die Schlüsselkarte im Marinaoffice abgegeben haben, sind wir bei einer schönen leichten Brise aus SO ausgelaufen.

unser frisch repariertes Vorsegel

Obwohl die Atlantikwelle im Gegensatz zu den Tagen zuvor sehr gemäßigt war, hat das Boot bei unserem Vorwindkurs ganz ordentlich gerollt. Untertags ja kein Problem, aber in der Nacht schmeißt es dich glatt aus der Koje. Eigentlich hatten wir noch einen Zwischenstopp in einer der Lagunen bzw. Vigo eingeplant, da der Wind aber so beständig war sind wir dann doch durchgefahren.

und das um 23 Uhr

Gleich nach der Hafenausfahrt hat uns über mehrere Stunden eine Delphinschule begleitet und am nächsten Tag haben wir den Blas eines Wales gehört und gesehen. Leider war er aber ein bisschen schüchtern und ist auf Abstand geblieben.Wir haben nur die Rückenflosse und den Ausstoß gesehen und können nicht mit Bestimmtheit sagen was es für ein Wal war, aber er hatte schon gut seine 10 m. Wir tippen ja am ehesten auf einen Finnwal aufgrund seines Schwimmverhaltens und des Blases. Sehr fischreich dürften hier die Gewässer sein, denn jeden Abend tauchen unzählige Fischerboote auf, die im Morgengrauen dann wieder in ihre Häfen zurückkehren. 

Teardrop of Ireland

Man merkt dass wir schon relativ weit nördlich sind, denn die Sonne geht erst gegen 23 Uhr unter und bereits vor sechs Uhr beginnt es zu dämmern – also kurze Nachtschichten in diesen Breiten. Nach gerade mal sechs Tagen sehen wir dann im Morgengrauen die Westküste Irlands und passieren nach 656 sm den Fastnet Rock, den legendären Leuchtturm sieben Meilen vor der Küste. Auch „Teardrop of Ireland“ genannt, denn es war das letzte Stückchen Heimat das die Auswanderer nach Amerika noch gesehen haben. Unser Ziel ist Crookhaven in der Grafschaft Westcork, ein kleines Dorf in einem tiefen Fjord mit dem altehrwürdigen Pub O’Sullivans. Wir waren schon vor ca. 20 Jahren mal hier und wir können nur sagen – es hat sich hier so gut wie nichts verändert.

Die Bojen sind immer noch frei benutzbar, wenn man nett fragt und den Abend im Pub verbringt. Der Besuch ist voller Erinnerungen – damals waren wir mit einem Charterboot hier. Am Samstagabend ist immer Livemusik und wir natürlich mitten drin. Leider ist damals der Strom ausgefallen und auch nicht wieder gekommen. Man nimmt es hier pragmatisch, stellt Kerzen auf die Tische und das WC, hängt ein Schild auf das die Küche geschlossen ist, gibt bekannt das die Zapfanlage nichtmehr funktioniert und es “nur mehr“ Flaschenbier gibt und alle sind zufrieden. Als Einziger hatte der irische Klampfenzupfer gemeint er kann ohne Verstärker nicht spielen (so groß ist der Pub auch wieder nicht). Ist ja kein Problem, ein Italiener hat sich ans Klavier gesetzt, ein Franzose (hatte große Ähnlichkeit mit Bud Spencer) hat sich zwei Löffel als Percussion geschnappt und wunderbar gesungen und schlussendlich hat sich auch der irische Musiker zum Mitmachen erweichen lassen. Wir hatten alle eine wunderschöne, feuchtfröhliche und vor allem lange Nacht. Der Hammer kam aber danach, denn in der Zwischenzeit hatte der Wind gedreht und somit auch die an den Bojen hängenden Schiffe. Es hat stark geregnet und ganz dichter Nebel (hatte bis dahin nicht gewusst, dass es alle drei Phänomene gleichzeitig geben kann) hatte die Bucht  eingehüllt, sodass man keine zwei Meter weit sehen konnte. So sind alle bedüselten Segler in ihre Beiboote gestiegen und haben ihre Schiffe gesucht, die natürlich nichtmehr dort gelegen sind wo man sie vermutet hatte. Sobald man eines der Schiffe gefunden hatte, hat man den Namen laut gerufen damit sich die Besitzer orientieren können. Ich glaube die Letzten haben ihr Boot erst nach ca. einer halben Stunde “gefunden“.

Tja, das sind Erinnerungen an die man sich gerne erinnert! Über den Rest hüllt man sich dann aber doch lieber in Schweigen.

Portugal

So. 17.05.2026 – Ausnahmezustand

Abflug
Ankunft

Nach unserem dreiwöchigen Gastspiel in Wien sind wir am Freitag wieder auf unser Schifferl zurückgekehrt. Mit in unserem Gepäck ist ein neues Radar, das wir aus der Insolvenzmasse vom AWN bereits vor einiger Zeit ersteigert hatten, sowie einige Ersatzteile wie z.B. der neue Niederholer.

Auch ein neuer Windgenerator und das reparierte Vorsegel warten bereits in der Marina auf uns. So jetzt erst einmal frisch an die Arbeit, damit alles fertig montiert ist und wir dann möglichst bald starten können. Aber nach getanem Werk folgt das Vergnügen und wir lassen uns fachkundig von Miguel durch den  Portweinkeller der Familie Ferreira führen.

Portweinkellerei Ferreira
Dona Ana – die Stammherrin
46.000 l Portwein – das reicht für einen Kater
Fässer so weit das Auge reicht
eine unserer „Quatitätskontrollen“

Natürlich muss auch anschließend entsprechend die Qualität getestet werden. Uns sind schon in der Früh die Absperrgitter und riesigen Lautsprecheranlagen aufgefallen, die überall in der Stadt aufgebaut sind. Am Samstagnachmittag ist dann die Hölle ausgebrochen, denn der FC Porto hat die Meisterschaft gewonnen und gefühlt eine Million Fußballfans sind lautstark durch die Gassen gezogen.

Für uns ein Zeichen möglichst schnell die Flucht zu ergreifen, was sich aber als nicht so einfach herausstellt, denn alle Straßen sind gesperrt und es fahren einfach keine Busse! Dies irgendwo anzuschreiben wird jedoch nicht als notwendig erachtet, so etwas weiß man einfach. Genauso verhält es sich im Straßenverkehr, es gibt hier scheinbar keine Verbote nur Empfehlungen. Portugiesen bleiben einfach in zweiter Spur oder in Bushaltestellen stehen, machen die Warnblinkanlage an und gehen ihren Besorgungen nach. Heute wollten wir noch letzte Einkäufe beim Lidl machen, da sich ab Montag ein brauchbares Wetterfenster für unseren großen Sprung nach Irland anbietet. So entern wir den Bus nach Matosinhos, wo gerade auch ein großer Jahrmarkt stattfindet.

das ist knapp
Millimeterarbeit

Die Autos parken wirklich überall, in jeder Grünfläche, Baustelle und zu beiden Seiten der Straße was dann echt ein Problem wird, denn der Bus kommt nicht mehr durch. Bei uns hätte die Polizei schon längst alle “Falschparker“  abschleppen lassen, hier jedoch kratzt es niemanden. Der Busfahrer bekommt Unterstützung von Passanten und quält sich Millimeter um Millimeter an den parkenden Autos vorbei und niemand hupt oder schimpft (zumindest haben wir nichts gehört) – hier sind die Leute einfach grundentspannt. Voll bepackt mit unserer Beute aus dem Supermarkt fallen wir noch im Burning Flame, einem Grillrestaurant, ein. Es wird von Roberto einem jungen, sehr ambitionierten Brasilianer geführt, der eine fantastische Küche aus seiner Heimat anbietet.

Francesinha

Wir bleiben mal wieder dort hängen und tratschen über Südamerika, warum er seine Heimat verlassen hat und wir unsere Zeit in Brasilien so genossen haben. Erst spät kommen wir wieder an Bord, aber was soll`s – wir sind jetzt eine gute Woche unterwegs bis wir an die Küste Irlands treffen, da haben wir genügend Zeit zum Ausschlafen. Nächster Wegpunkt – Fastnet Rock!

Portugal

Di. 28.04.2026 – Porto

Leider muss Christoph aus beruflichen Gründen diesmal für ein kurzes Gastspiel  nach Hause und wir haben unsere Flüge aber ab Porto gebucht. Somit beobachten wir mit Argusaugen die Wetterberichte und auch diesmal haben wir mal wieder echt Glück. Kurz nachdem wir von unserer Rundreise zurück sind, hat sich zu unserer Freude doch noch ein Wetterfenster mit Südost-Wind angekündigt und genauso wie wir bei Regen nach Lissabon eingelaufen sind, so laufen wir gegen Abend, zwar mit leichtem Regen, aber schöner mitlaufender Strömung des Tejo auch wieder aus  (tja, bei Südwind ist dort eben meistens kein Sonnenschein). Mit einer schönen steifen Brise über Nacht sind wir gut vorangekommen.

Beim Morgenkaffee ruft Christoph plötzlich – sofort Genua einrollen! Was ist passiert? Eine Wurmschraube, die das Profil unserer vorderen Rollanlage zusammenhält, ist korrodiert und rausgefallen, damit ist die ganze Leiste auseinandergerutscht und hat uns einen schönen Riss im Vorsegel beschert. Zum Glück haben wir es noch rechtzeitig bemerkt bevor das ganze Segel kaputt ist. Na ist ja nicht so schlimm, wir haben ja zum Glück noch eine zweite Genua mit Rollanlage.  Gutes Timing ist wichtig und so sind wir pünktlich zum Sonnenaufgang vor Porto gestanden. Nachdem wir uns bei der Marina de Leixoes  angemeldet haben sind wir erst einmal den langen Strand bis zum Leuchtturm (Farol de Leca) gewandert, ja nach dem langen sitzen an Bord tut Bewegung mal wieder richtig gut.

Pilger
damit geht`s gut

Zuerst wundern wir uns noch über die vielen Leute mit Rucksack, die in schier endlosen Gruppen hier langwandern, bis wir die baumelden Jakobsmuscheln sehen.  Hier beginnt nämlich der Camino Portugues nach Santiago de Compostela und der dürfte sehr beliebt sein. Gut so weit wollen wir an diesem Tag doch nicht gehen und kehren nach einer angenehmen Rast in einer der Strandbars wieder um (da segeln wir doch lieber hin).  Die Küste hier ist perfekt für Wellenreiter, wie sie auch ansehnlich beweisen. Nicht umsonst heißt dieser Küstenabschnitt auch die Todesküste, denn hier liegen Unterwasser unzählige Wracks von Schiffen die in Seenot geraten sind und an den Felsen zermahlen worden sind.

Am nächsten Tag bringen wir unser kaputtes Segel zur Reparatur und lassen uns vom Taxifahrer gleich mal direkt in die Stadt bringen. Porto ist die kleine Schwester von Lissabon, aber nicht weniger steil. Wir schnaufen bei unserer Besichtigungstour die engen kleinen Straßen mit vielen Stufen rauf und runter und dazwischen gibt es immer wieder eine kleine Pause mit einem Glaserl Portwein oder auch zwei.

Irgendwie gefällt uns Porto besser als Lissabon, denn es geht hier viel relaxter zu und ist zudem auch viel günstiger als die große Schwester.

die Ruderer kennen da nichts

   

Neueste Kommentare

  • Karin zu Di. 13.05.2025 – Cabrera, die Inseln ohne Ziegen
  • RW-Sytaurus zu So. 27.04.2025 – Pantelleria
  • Susi zu So. 27.04.2025 – Pantelleria
  • RW-Sytaurus zu Do. 17.04.2025 – Malta, Gozo u. Comino
  • Karin zu Do. 17.04.2025 – Malta, Gozo u. Comino

Archiv

  • August 2026
  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • April 2026
  • Juni 2025
  • Mai 2025
  • April 2025
  • August 2024
  • Mai 2024
  • April 2024

Kategorien

  • Allgemein
  • England
  • Griechenland
  • Irland
  • Italien
  • Malta
  • Portugal
  • Spanien

Berichte

Mai 2026
M D M D F S S
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031
« Apr.   Juni »

Du willst bei neuen Berichten benachrichtigt werden!

Loading
© bei SETNA
Theme von Colorlib Powered by WordPress