England
Mo. 06.04.2026 – von Gibraltar in den Atlantik
Drei Tage sind wir in La Linea, auf der spanischen Seite in der Bucht von Gibraltar, vor Anker gelegen, um auf das nächste Wetterfenster mit brauchbarem Ostwind zu warten.

Natürlich haben wir die Zeit auch genutzt um die kleine britische Enklave zu besuchen. Man kommt sich irgendwie vor wie in einem Asterix-Comic – und sie trotzen dem spanischen “Imperator“ mit ihrem Zaubertrank (Guinness). Es ist alles typisch englisch, aus Prinzip wird alles in Pfund angeschrieben und auf jeder Ecke hängt der Union Jack. Wir haben diesmal nur einen kurzen Ausflug dort hin gemacht.











Sind über die Grenze d.h. über die Landebahn des Flughafens gewandert und haben uns in Gibraltar in einem Pub einen Cider und ein Guinness gegönnt. Die 8-Minuten-Fahrt mit der Gondel auf den 412m hohen Felsen haben wir uns diesmal erspart, denn 49,– brit.Pfund (ca. € 55,–) pro Näschen sind kein Pappenstiel und die Tunnel und Äffchen dort oben kennen wir schon von früheren Besuchen und da war noch alles frei besuchbar. Lieber sind wir da noch am Abend in der wunderschönen Altstadt von La Linea in einer netten Tapa-Bar abgehangen. Bereits im Morgengrauen sind wir aufgebrochen um noch den Gezeitenstrom in den Atlantik mitzunehmen.

Bei Ceuta fahren wir dann vom Mittelmeer in den Atlantik. Man spürt es sofort, die Wellen werden höher und länger und wir fahren in eine Seenebelbank mit Sichtweiten unter 100 m, aber den Himmel sieht man. Es ist schon gespenstisch wenn plötzlich die Signalhörner der Großschifffahrt von rundum ertönen und man nichtmehr verifizieren kann von wo es kommt und die Fischerboote urplötzlich aus dem Nebel neben einem auftauchen und wieder verschwinden.

Aber zum Glück gibt es ja heutzutage AIS, wo man leicht die Position der Anderen ausmachen kann, früher war so etwas eher ein Himmelfahrtskommando. Vor Gibraltar haben wir uns noch zwischen den unzähligen auf Reede liegenden Tankern und Containerschiffen durchgeschlängelt, aber hier im Golf von Cadiz fahren uns die Monster und auch die großen Fischtrawler nur so um die Ohren, da heißt es wirklich gut aufpassen. Bei den beeindruckenden Steilküsten Sagres mit seinen Wellenreitern und dem Cabo de Sao Vicente, dem südwestlichsten Leuchtturm Europas und gleichzeitig der Absprung in den Nordatlantik haben wir noch einen kurzen Ankerstopp eingelegt.



Jetzt heißt es flott zu sein, denn die Ausläufer des Tropensturms aus der Karibik bringen uns zwar derzeit schönen Südwind, aber auch viel Unbeständigkeit bei den Wetterprognosen. So rotiert die Sturmwalze den Atlantik rauf und es ändern sich die Vorhersagen fast täglich, aber wir schaffen es mit halbwegs passablem Wind in einem Rutsch bis nach Lissabon. Dort werden wir jedoch mit trüben und regnerischen Wetter empfangen.






Wir haben uns für die Marina Parque das Nacoes im ehemaligen Expo-Gelände entschieden. Ach ja, da sicher die Frage aufkommen wird, wir hatten bisher keine Orca-Begegnung, aber trotzdem einen Mitfahrer bis kurz vor Lissabon.







