Spanien
Di. 31.03.2026 – Auf nach Gibraltar
Letzen Mittwoch sind wir bereits in aller Frühe mit großen Taschen voller “lebensnotwendiger“ Teile für unser Schifferl Richtung Flughafen aufgebrochen und waren bereits kurz nach 10 Uhr in Malaga.

Wie schön es doch ist, von der mitteleuropäischen Kälte in die mediterrane Wärme Spaniens zu flüchten. Leider war der Mittagsbus nach Almerimar bereits ausgebucht, na egal nehmen wir halt den Abendbus d.h. wir sind noch fünf Stunden in einer netten kleinen Tapa-Bar gesessen und haben neben den kleinen Leckereien auch die Sonne genossen.

Meine sonnenentwöhnte Nase hat das aber leider mit einem kräftigen Sonnenbrand goutiert und schält sich jetzt in Fetzchen ab. Tja, man sollte es immer langsam angehen lassen. Na gut, jetzt erst mal ins Marinabüro den Krantermin ausmachen und beim TO-Stützpunkt vorstellig werden.

Bei Alex und Uwe ist ja immer was los und wir sind auch gleich für Donnerstag zum wöchentlichen Stammtisch eingeladen worden, wo wir auch wieder einige nette neue Segelbekanntschaften gemacht haben. So jetzt mal kräftig in die Hände gespuckt und das Schiff aus dem Winterschlaf erweckt, die Planen entfernt, alles vom Winterdreck befreit, kontrolliert und aktiviert. Das Unterwasserschiff kurz angeschliffen und eine neue Schicht Antifouling drauf damit wir wieder richtig flott unterwegs sein können und die kleinen lästigen Bewuchstierchen nicht so leicht eine Mitfahrgelegenheit finden.


Unsere Lady aus Stahl ist aber auch eitel und will immer ein bisschen Kosmetik haben, so versorgen wir ihre kleinen Rostfleckchen und lassen sie wieder in strahlendem Weiß erscheinen.

Am Montag haben wir gleich den ersten Krantermin um 8 Uhr bekommen – eigentlich ja super, aber was wir vergessen hatten war die Zeitumstellung am Sonntag. So haben wir bereits beim Morgengrauen aus unserem schönen warmen Bettchen schlüpfen müssen, um dann genau bei Sonnenaufgang im Wasser zu sein.

Aber das ist jammern auf hohem Niveau und im Endeffekt sind wir froh den Tag noch gut nützen zu können. Die Marineros sind sechs Mann hoch pünktlichst bereit gestanden und haben uns professionell und schnell ins Wasser bugsiert. Kurz noch zur Schiffstankstelle den Tank auftoppen, ins Marinaoffice abmelden und um 9 Uhr waren wir bereits unter Delphinbegleitung auf dem Weg nach Gibraltar.

Leider war der Wind doch leichter als erwartet, aber zumindest haben er und die Strömung uns doch noch das eine oder andere Knötchen gebracht. Am nächsten Morgen ist unser Anker, nach 26 Stunden Fahrt, bereits in der Bucht vor La Linea gefallen und wir haben noch ein bisschen Schlaf nachgeholt bevor wir den Felsen erstürmen.
Nach einer so langen Entwöhnungsphase ist es nämlich schon wieder ganz anstrengend unterwegs zu sein.






